Warum dein Unterbewusstsein deine Neujahrsvorsätze sabotiert

Warum dein Unterbewusstsein deine Neujahrsvorsätze sabotiert

Der Selbsttest, der zeigt, was dich wirklich zurückhält:

Der Jahreswechsel ist Hochsaison für große Pläne! Und trotzdem passiert oft das Gleiche:
Nach wenigen Wochen sind viele Vorsätze verschwunden – nicht aus Faulheit, sondern weil unsere Psyche sie unbewusst sabotiert.

Abwehrmechanismen – man merkt sie nicht

Sonst würden sie nicht funktionieren.

Abwehrmechanismen sind automatische Schutzprogramme unseres Unterbewusstseins. Sie bewahren uns davor, Schmerz, Angst, Scham, Schuld oder innere Konflikte bewusst fühlen zu müssen.

Sie sind also nicht „falsch“. Sie sind ursprünglich lebenswichtig gewesen.

👉 Das Problem: Was uns früher geschützt hat, hält uns heute oft klein.

Und genau hier wird es spannend:

Alles, wobei dein Puls beim Lesen hochgeht, ist kein Zufall. Das sind deine persönlichen Entwicklungstüren.

Mach den Selbsttest:

Welche dieser Muster erkennst du (heimlich) bei dir?

  1. Verdrängung
    Unerträgliches wird aus dem Bewusstsein geschoben.
    Beispiel: Du erinnerst dich kaum an eine toxische Beziehung – bekommst aber Panik, wenn dein Ex anruft.
  2. Verleugnung
    Die Realität wird nicht anerkannt.
    Beispiel: Klare Burnout-Symptome werden mit „Ich bin nur ein bisschen müde“ abgetan.
  3. Projektion
    Eigene Gefühle werden anderen zugeschrieben.
    Beispiel: Du bist neidisch – nennst aber ständig andere „missgünstig“.
  4. Verschiebung
    Gefühle werden an sicheren Personen ausgelassen.
    Beispiel: Ärger mit dem Chef → Streit mit dem Partner.
  5. Rationalisierung
    Gefühle werden logisch „schön erklärt“.
    Beispiel: „Den Job wollte ich sowieso nicht – der hätte mir keinen Spaß gemacht.“
  6. Reaktionsbildung
    Das Gegenteil des eigentlichen Gefühls wird gezeigt.
    Beispiel: Tiefe Wut – aber übertriebene Freundlichkeit.
  7. Regression
    Rückfall in kindliche Muster unter Stress.
    Beispiel: Schmollen, Rückzug, Gesprächsverweigerung.
  8. Sublimierung
    Impulse werden sozial akzeptabel kanalisiert.
    Beispiel: Aggression im Leistungssport, Sexualität in Kunst.
  9. Intellektualisierung
    Fühlen wird durch Denken ersetzt.
    Beispiel: Nach einer Trennung redest du über Bindungstheorien – aber nicht über deinen Schmerz.
  10. Isolierung von Affekten
    Ereignis ohne Gefühl.
    Beispiel: Sachlicher Bericht über ein Trauma – ohne emotionale Beteiligung.
  11. Ungeschehenmachen
    Schuld wird mit Überkompensation neutralisiert.
    Beispiel: Nach einem Wutausbruch folgen Geschenke und Liebesbekundungen.
  12. Identifikation
    Übernahme fremder Identität zur Stabilisierung.
    Beispiel: Jugendliche kopieren Sprache, Werte und Look von Influencern.
  13. Introjektion
    Perspektive des Angreifers wird übernommen.
    Beispiel: Gemobbte werden später selbst zu Mobbern.
  14. Somatisierung
    Seelische Konflikte werden körperlich.
    Beispiel: Chronische Schmerzen ohne medizinischen Befund.
  15. Spaltung
    Nur „gut“ oder „böse“ – keine Grautöne.
    Beispiel: Idealisierung der Therapeutin – nach einer Grenze sofortige Abwertung.
  16. Kompensation
    Ein innerer Mangel wird durch Überleistung ausgeglichen.
    Beispiel: Selbstwert wird nur über Status und Erfolg definiert.
  17. Idealisierung
    Überhöhung schützt vor Enttäuschung.
    Beispiel: „Er ist perfekt“ – erste Warnsignale werden ausgeblendet.
  18. Abwertung
    Abwertung schützt den Selbstwert.
    Beispiel: „Die Kollegen sind sowieso unfähig.“

Warum das mit Neujahrsvorsätzen so viel zu tun hat

Jeder echte Vorsatz bedeutet: Veränderung. Wachstum. Unsicherheit.

Und genau hier springen deine Abwehrmechanismen an.

Sie wollen dich nicht ärgern. Sie wollen dich schützen.

Aber:
👉 Sie halten dich oft genau dort fest, wo du eigentlich längst hinausgewachsen bist.

Die wichtigste Entwicklungsfrage:

👉 Was in dieser Liste hat dich innerlich getroffen, genervt, irritiert oder getriggert?

Das ist kein Makel. Das ist dein nächster Entwicklungsschritt. Da darfst Du genauer hinschauen!

Denn:
Wo dein Puls hochgeht, wartet dein Wachstum.

Sabine Schwind von Egelstein

Sabine Schwind von Egelstein

Heilpraktikerin für Psychotherapie, zertifizierte Schematherapeutin und TV-Expertin.
Seit über 30 Jahren begleitet sie Menschen mit Herz und Klarheit in ihrer persönlichen Entwicklung.

Mehr über mich erfahren Instagram @psychotherapie_munchen

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